Facebook: Die Chronik wird Pflicht! Na und?

27. Januar 2012 | 1 Kommentar

Deutschland ist in heller Aufregung, die neuen Profile auf Facebook, die Chronik (Timeline), werden nun für alle Facebook-Nutzer Pflicht. Unsere sogenannten Datenschützer überschlagen sich und fordern längere Übergangszeiten.

Viele deutsche Facebook-Nutzer konnten sich bisher auch noch nicht wirklich mit der Chronik anfreunden. Nicht wenige wittern Datensammelwut und empören sich. Unsere Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, die ihren Facebook-Account schon vor einiger Zeit stillgelegt hat, sieht in der Chronik gar den Schritt zum gläsernen Nutzer.

So, aber jetzt mal langsam! Ganz ehrlich, ich verstehe diese ganze Aufregung nicht. Ich liebe die Chronik und ich gebe meinem Blogger-Kollegen auf jannewap vollkommen Recht. Wo bitte ist das Problem?

Gut, die Timeline, bzw. Chronik wie sie in Deutschland heißt, bietet reichlich Möglichkeiten Daten über sein Leben und seine Vorlieben anzugeben. Was aber keiner zu verstehen scheint ist, dass man das ja nicht tuen muss. Jeder kann so viel oder so wenig angeben wie er möchte. Man kann sein Profil auf Privat stellen und der Facebook-Nutzer bestimmt ganz allein was er Facebook und der Welt über sich mitteilt. Jetzt noch einmal: “Wo ist das Problem?”

Man kann sich ja darüber streiten, ob einem die Gliederung, Struktur und Optik des neuen Profiles gefällt, oder nicht. Aber man sollte schon die Kirche im Dorf lassen. Ich habe Verständnis für jeden der sagt, dass im einfach das alte Facebook-Profil besser gefällt.  Das ist halt Geschmackssache. Aber daraus jetzt ein datenschutzrechtliches Fass aufzumachen halte ich für etwas übertrieben.

Frau Aigner, ich finde es doch etwas scheinheilig, dass ausgerechnet sie, die sie für die Vorratsdatenspeicherung gestimmt haben, einem Unternehmen wie Facebook, das seine Nutzer frei entscheiden lässt, was sie für Daten einstellen, vorwirft, dass sie den Gläsernen Nutzer wollen.

Ich bin mit Facebooks Chronik sehr zufrieden. Ich stelle nicht mein ganzes Leben ein und mein privates Profil ist und bleibt auch Privat.

Welche Facebook-Profilseite findet Ihr besser?

 

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Kategorie: Facebook, Politik

Der Autor (Author Profile)

Mein Name ist Marko Pohlisch aka Rivoid und verstehe mich als Webworker, Webdesigner & Blogger.

Beim Bloggen sind meine Hauptthemen vorwiegend Games, Apps & Software. Diese Themen greife ich in meinem eigenem Blog Rivoid Headquarter, sowie als Co-Autor bei TECH!MEDIAZ auf. Des Weiteren schreibe ich auch auf Pohlisch.de über das Themenfeld Social Media & Webdesign.

Kommentare (1)

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  1. Also ich gebe dir vollkommen Recht, dass viele Leute nun absolut übertreiben!

    Was viele einfach nicht verstanden haben ist, dass Facebook zwar privat wirkt, wenn man mit seinen “Freunden” chattet und spielt, dass es aber eine völlig offene und für jeden zugängliche reine Marketingmaschine ist.

    Facebook war nie privat, ist nicht privat und wird nie privat sein!

    Wenn ich nicht will, dass irgend jemand etwas von mir liest, was ich als privat einstufe, dann schreibe ich es da nicht rein! So einfach ist das!

    Ich schreibe ja auch nicht meine Passwörter auf ein Plakat und hänge es in die City wo jeder Fußgänger es sieht.

    Und wenn ich nichts privates rein schreibe, dann kann es mir eigentlich egal sein wie meine Daten dargestellt werden.

    Ich halte Facebook für eine einfache Möglichkeit mit meinen Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und neue Kontakte zu knüpfen. Wenn ich aber etwas mit denen zu besprechen habe, dann schreibe ich eine Mail oder rufe an.

    So einfach ist das …

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